Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Joh 15,12

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Grußwort zum neuen Jahr

Liebe Schwestern und Brüder,

Gott sei Dank hat das Neue Jahr angefangen. Die Feierlichkeiten sind eingestellt. Alltag tritt ein.

Spannend wird dieses neue Jahr 2019 trotzdem werden. Vieles steht an, vieles wird sich verändern, vieles wird neu werden.

Ende Januar wird sich der Helferkreis der Begegnungsstätte in Wemmetsweiler auflösen. Über Jahrzehnte oblag den ehrenamtlich Tätigen die Sorge für die Begegnungsstätte und deren Besucher. Viel wurde geleistet, viel wurde gefeiert, viel wurde erreicht zum Wohle der Kirche und zum Wohle des Ortes. Für all die vielen Handgriffe, für all das viele Planen, für all den Einsatz, den großen wie den kleinen, sei hier allen ein herzliches Wort des Dankes gesagt. Danke für Ihr Beispiel, danke für ihr Dasein.

Mit der Auflösung des Helferkreises kommt es für die Begegnungsstätte zu einer Zäsur. Die Räumlichkeiten, die in den Jahren für die Menschen zu einem Stück Heimat geworden sind, sollen nach dem Willen der Räte nicht ungenutzt leer stehen. Anforderungen an den Brandschutz und technische Ausrüstung würden hohe Investitionen verlangen, die mit Blick auf die rückläufige Entwicklung der Gläubigenzahlen nicht mehr zu rechtfertigen sind. Was läge da näher, als die Begegnungsstätte in ein Haus für die Zukunft der Pfarrei und des Ortes zu überführen. Mit der Aufgabe der Begegnungsstätte für die pfarrliche Nutzung, eröffnen sich neue Möglichkeiten. Statt Abschied für immer, ginge die Begegnungsstätte an unsere Kinder, die damit einen größeren und moderneren Kindergarten erhalten würden. All das Engagement der Menschen über die Jahre wäre nicht verloren, sondern ginge sozusagen an die neuen Erben über. Ein echter Generationenwechsel. Bis zur endgültigen Klärung gilt es hier aber noch einiges an Planung und Beschlussfassungen bei Kita, Kirche und Politik zu fassen. Aber wir als Kirchengemeinde legen ein schlüssiges Konzept vor.

Zum Gesamtkonzept des pfarrlichen Lebens in Wemmetsweiler kommt neben der geplanten Übergabe der Begegnungsstätte, vor allem die Stärkung und Sicherung der kirchlichen Gruppierungen. In Zusammenarbeit mit dem Seniorenhaus Immaculata ist es gelungen, den monatlichen Geburtstagskaffee der Seniorinnen und Senioren zu erhalten. Dieser findet in Zukunft im Begegnungscafe des Seniorenhauses statt. Auch die Gymnastikgruppe hat hier neue Heimat gefunden. Der Umbau des Pfarrhauses Wemmetsweiler wurde von den zuständigen kirchlichen Behörden in Trier genehmigt und wird uns in Zukunft barrierefreie Räumlichkeiten im Pfarrhaus zur Verfügung stellen. Mit Blick auf die Umsetzung der Diözesansynode am 1.1.2020 ist es unerlässlich, den Standort zukunftsfest zu machen.

Ich danke schon jetzt allen, die mithelfen an unserem Zukunftsprojekt weiter zu bauen. Näheres kann ich erst in den nächsten Pfarrbriefen mitteilen, wenn entsprechende Planungen vorliegen. Ich halte sie aber auf dem Laufenden. Versprochen.

Am Ende meines Grußwortes möchte ich allen Vereinen, Gruppierungen und allen Menschen danken, die im letzten Jahr zum Wohle der Menschen und zur Ehre Gottes ihre Arbeitskraft, ihren guten Willen und ihr Engagement in Merchweiler und in Wemmetsweiler eingebracht haben. Vielen Dank ihnen allen. Nur durch ihr Tun und Handeln, ihr Mitmachen und ihr Gebet sind wir wahrhaft lebendige Kirche vor Ort.

Ihnen allen und ihren Familien ein frohes und gesegnetes und vor allem ein spannendes neues Jahr 2019.

Ihr Pastor
Patrik Krutten

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Grußwort zum Jahreswechsel

Liebe Schwestern und Brüder,

Eigentlich empfinde ich nichts.

Wenn ich so an das neue Jahr denke, wenn ich so an Sylvester denke, dann spüre ich nichts. Keine besondere Freude die aufkommen will. Es ist zum verrückt werden. Alle freuen sich doch an Sylvester auf das neue Jahr. Alle feiern und lassen es sich gut gehen, treffen Freunde, gehen in die Kirche und sind ganz aus dem Häuschen. Ich spüre nix. Jedenfalls nix besonderes. Nichts was nicht an jedem anderen Tag ganz genau so wäre. Sylvester und Neujahr haben ihren Glanz für mich total verloren. Da ist nix an dem Datum was Grund gibt zu feiern. Alles willkürlich, alles menschengemacht. Auf ein Datum folgt ein anderes. Nix neues.

Warum dann der ganze Aufwand?

Keine Ahnung. Muss ich denn auf alles eine Antwort haben, muss immer meine Antwort richtig sein? Was nützt es. Wiederum nix. Nichts. Auch ohne mich würde es ein neues Jahr geben und wieder und wieder und wieder eins, wie es sie auf dieser Welt schon seit unzählig langen Zeiten gibt.

Nur Windhauch sind die Menschen, nur Trug die Menschenkinder. Sie schnellen empor auf der Waage, leichter als Windhauch sind sie alle. Ps 62, 10

Tatsächlich. Windhauch scheint so ein Menschenleben zu sein. Nix extremes. Vielmehr etwas zartes, unfassbares. Wer kann schon von sich behaupten, einen Windhauch halten zu können? Behaupten, behaupten. Ja. Behaupten tun wir Menschen viel. Glauben viel zu wissen, nerven damit uns und andere. Was nützt es. Nix.

Da dachte ich mir: Was den Ungebildeten trifft, trifft also auch mich. Warum bin ich dann über die Maßen gebildet? Und ich überlegte mir, dass auch das Windhauch ist. Koh 2, 15

Was wird das neue Jahr so alles bringen? Keine Ahnung. Viel Spekulation. Was wird aus Angela Merkel? Was wird aus Annegret Kramp-Karrenbauer und all den anderen Politiker? Was werden Trump und Putin und all die, die etwas zu sagen haben, an Überraschungen aus ihren Hüten zaubern? Was nützt es? Nix.

Die Volksmenge nimmt kein Ende, gleichgültig, wer an ihre Spitze getreten ist. Im Übrigen werden die Späteren auch mit ihm nicht zufrieden sein. Denn auch das ist Windhauch und Luftgespinst. Koh 4,16

Ja was denn nun? So kann das hier doch nicht weiter gehen. Da wird mir ganz anders. Ich werde am Ende noch traurig. Nein, das wäre nix. Aha, da lese ich etwas Interessantes.

Mit einer Frau, die du liebst, genieß das Leben alle Tage deines Lebens voll Windhauch, die er dir unter der Sonne geschenkt hat, alle deine Tage voll Windhauch! Denn das ist dein Anteil am Leben und an dem Besitz, für den du dich unter der Sonne anstrengst. Koh 9,9

Das klingt gut. Mit einem lieben Menschen das Leben genießen. Das klingt schon beinahe zu einfach um wahr zu sein. Vielleicht aber ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Gelassener werden. Nicht versuchen wollen den Windhauch einzutüten, sondern Lebensfreude ausprobieren. Menschen gern haben. Vielleicht neue Menschen treffen, offen sein. Und zulassen, dass ich gar nicht so wichtig bin, sondern geliebt. Von Gott geliebt. Fertig aus, Amen.

Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Joh 13, 34

Ihr Pastor
Patrik Krutten

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Grußwort im Advent

Liebe Schwestern und Brüder,

mit großen Schritten bewegen wir uns auf das Hochheilige Weihnachtsfest zu. Das Fest der Liebe, das Fest des Friedens. Ich freue mich wirklich sehr auf Weihnachten. Das ist genau mein Fest, die Stimmung draußen, die Lichter, die Gottesdienste, aber auch die Zeit der Vorbereitung finde ich Klasse. Der Advent der einen einlädt zur Ruhe zu kommen, während gleichzeitig so viele Termine auf einen einprasseln wie sonst das ganze Jahr über nicht.

Ich liebe den Advent, ich liebe Weihnachten.

Keine Sorge, ich komme ihnen jetzt nicht mit Geschichten aus meiner Jugend, mit Storys von Geschenken und heiler Familie. Nein, mich beschäftigen gerade ganz andere Dinge. Ich mache mir nämlich Sorgen. Große Sorgen. Ich fürchte mich manchmal. Ich fürchte mich vor „Fake News“, vor Nachrichten die jeglichem wahren Grund entbehren. Noch vor ein paar Jahren konnte man solche falschen Nachrichten gut erkennen. Ich erinnere mich an eine besonders lustige Nachricht. Angeblich hätte man in einer Nacht und Nebelaktion den Kölner Dom um 360 Grad gedreht. Ich hab herzlich gelacht. Denn auf den ersten Blick hat mich die Schlagzeile doch dazu verführt, die Meldung zu lesen. Hat geklappt, prima dachte ich mir. Wie pfiffig von den Autoren.

Aber was ich damals noch lustig fand, macht mir heute echt Sorgen. Immer öfter begegnen mir Meldungen, bei denen ich mir plötzlich nicht mehr sicher bin, ob diese auch wahr sind. Immer öfter begegnen mir Meldungen, die in ganz entgegengesetzte Richtungen gehen. Immer häufiger bekomme ich das Gefühl, dass es Mächte in dieser Welt gibt, die sich auf Kosten der Wahrheit, damit beschäftigen mich und andere in die Irre zu führen. Längst ist das nicht mehr lustig. „Fake News“ begegnen uns im Umfeld von politischen Wahlen, in sozialen Medien, aber auch im Freundes- und Verwandtenkreis. Denn was passiert, wenn jemand so eine falsche Nachricht für wahr hält? Er wird beginnen diese Nachricht weiter zu verbreiten und damit mit seinem Namen und seiner Person dieser falschen Nachricht Gewicht und Glaubwürdigkeit schenken. Seine Glaubwürdigkeit.

Au weia. Da steht viel auf dem Spiel. Letztlich die menschliche Freiheit und das Vertrauen in uns selbst. Eine harte Sache, kein Wunder, dass ich mir Sorgen mache.

Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens. Und es geschah, als die Engel von ihnen in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Lasst uns nach Betlehem gehen, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr kundgetan hat! So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

Das ist die Weihnachtsgeschichte wie sie um Lukasevangelium überliefert worden ist. Es gibt nicht viele Menschen die uns vorwerfen, dass es sich dabei um „Fake News“ handelt. Um ein Ereignis das es entweder gar nicht gegeben hat, oder das ganz anders zu deuten sei. Und wer sich heute zu dieser Nachricht von der Geburt Christi bekennt, der begibt sich in Gefahr. So ähnlich, wie wenn sich einer für „Fake News“ einsetzt und diese weiter erzählt. Und nun? Sollten wir also lieber nicht mehr von Weihnachten und der Geburt Christi reden?

Sollten wir lieber still sein und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen? Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen genau das machen und ich kann die Gründe dafür verstehen. Aber liebe Schwestern und Brüder, ich glaube daran, dass die Geschichte aus dem Lukas Evangelium stimmt. Ich glaube, dass Christus geboren worden ist, dass Gott als kleines Kind seinen Weg zu uns Menschen gefunden hat. Ich will mich auch dafür einsetzen, mit all meiner Glaubwürdigkeit. Ich will ganz auf meinen Herrn vertrauen. Mich tröstet die Stelle von den aufgeregten Hirten die sich gefürchtet haben als der Engel ihnen erschienen ist. Wahrscheinlich wäre es mir genauso gegangen damals.

Seit 2000 Jahren feiern wir als Christen die Geburt Christi. Wir tun dies Zuhause, wir tun dies auf der Arbeitsstelle, wir tun dies mit Freunden und Verwandten, wir tun dies ganz klar auch in der Kirche. Wir tun dies im Vertrauen auf Jesus, der von sich mal gesagt hat er sei der Weg, die Wahrheit und das Leben. Na dann mal los. Fürchtet euch nicht. Lasst es Weihnachten werden und erzählt allen davon.

Liebe Grüße
Ihr Pastor Patrik Krutten

 

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Grußwort im Herbst

Liebe Schwestern und Brüder,

was für ein fantastischer Sommer liegt hinter uns. Einmalig kann man ihn wohl nennen. Am Anfang hat er sich ja erst etwas schwergetan. Ich erinnere mich an den vielen Regen, an die teils heftigen Niederschläge mit Überschwemmungen und Erdrutschen, an die gesperrten Straßen und die vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer, die angepackt haben und das Schlimmste in kurzer Zeit beseitigt haben. Meinen Respekt, gut gemacht, Danke.

Ich denke aber auch an die vielen Menschen, die Schäden erlitten haben. Schäden an Häusern und Wohnungen, an Wertgegenständen und Lieblingsstücken. Ich denke an die Menschen, in deren Leben nun die Angst eingezogen ist nach dem Erlebten. Die nicht mehr ruhig schlafen können, denen ein sommerliches Gewitter keine Freude mehr bereitet, sondern sie mit Sorge nach oben schauen läßt.

Da war ganz schön was los diesen Sommer. So viel, dass es manchmal schwerfällt, wirklich an alle zu denken, die es verdient hätten.

Dies muss ich abgeben, an den lieben Gott! Klasse Kerl, der versteht mich. Ich lese in der Bibel:

Hilf mir, Gott! Die Flut geht mir bis an die Kehle! Ich versinke im brodelnden Schlamm, meine Füße finden keinen Halt. Ich treibe ab in tiefes Wasser, die Strömung reißt mich mit sich fort! Bis zur Erschöpfung habe ich geschrien, meine Kehle ist davon ganz entzündet. Meine Augen sind müde geworden vom Ausschauen nach dir, meinem Gott! Viele hassen mich ohne jeden Grund, zahlreicher sind sie als die Haare auf meinem Kopf. Meine Feinde verbreiten Lügen über mich, sie sind mächtig und wollen mich vernichten. Ich soll wieder herausgeben, was ich gar nicht gestohlen habe! Ps 69, 3-5

Nach dem Regen kam die Hitze. Wahnsinn. Ich hätte nicht gedacht, dass es mal so heiß werden könnte. Die Sonne hat so vom Himmel gebrannt, dass man sie durch die Kleider spüren konnte. Ich muss gestehen, ich fand das klasse. OK, ich habe geschwitzt, manchmal war ich nass bis auf die Haut, aber als alte Frostbeule war die Hitze mir sehr sehr lieb. Und den meisten Leuten, die ich so getroffen habe, hat die Hitze auch Freude gebracht. Tausende Leute waren an Badeseen unterwegs oder suchten im Schwimmbad Abkühlung. Mit Gummibooten und Badehosen, mit Sandschippchen und Campingtasche, mit Picknickkoffer und Einmalgrill. Es wurde gesonnt, gebadet, gegrillt, gechillt. Es wurde geredet, gefeiert und das Leben genossen. Die Eisdielen waren voll und ich habe mir eine Eismaschine gekauft. Genial. Jeden Tag Eis.

Selbst im Altenheim oder im Krankenhaus traf ich frohe Menschen. Manche haben zwar erst einmal gestöhnt und meinten, diese Hitze bringt mich um, aber wenn ich dann mit den Leuten ins Gespräch kam, erzählten sie meinst von früher. Als es das letzte Mal so heiß war, als sie noch jung waren, bis spät in die Nacht draußen waren, verliebt, als sie knutschten und sich des Lebens so richtig freuten. Und ehrlich, alle die ich getroffen haben, haben dann kein saures Gesicht mehr gemacht und auch gar nicht mehr gestöhnt, sondern gelächelt. Und in der Bibel lese ich folgendes:

Damals wurde Jesus vom Geist Gottes mit jubelnder Freude erfüllt und rief: »Vater, Herr über Himmel und Erde, du hast angefangen, deine Herrschaft aufzurichten. Das hast du den Klugen und Gelehrten verborgen, aber den Unwissenden hast du es offenbar gemacht. Dafür preise ich dich! Ja, Vater, so wolltest du es haben!« Lk 10, 21

Wenn ich so an diesen Sommer denke, dann merke ich doch, wie klein ich eigentlich bin. Nicht nur körperlich, auch, ja, aber auch so im Ganzen. Ich bin klein, ich habe keine großen Körperkräfte und ich bin der Natur doch ziemlich ausgeliefert. Regen, Sturm, Blitz und Gewitter, Sommer, Sonne, Lebensfreude, all das macht etwas mit mir. Nicht umgekehrt. Das ist interessant. Vielleicht ist es auch so mit unserem Gott? Nicht ich mache ihn, erfinde ihn täglich neu in meinem Geist, sondern er ist da, er macht etwas mit mir. Es könnte doch tatsächlich so sein. Das wäre ein Ding, ich wäre ein König.

Israels Gott, der starke Fels, auf den sein Volk vertraut, er hat zu mir gesagt: ›Ein König, der sein Volk gerecht regiert, Gott ernst nimmt, seine Weisung stets befolgt, ist wie die helle Morgensonne, wenn sie vom wolkenlosen Himmel strahlt und nach dem Regen frisches Grün aufsprießen lässt.‹ 2. Sam 23, 3-4

Nun sind wir im Herbst, der erste Schnee ist gefallen und wir gehen mit riesen Schritten auf das hochheilige Weihnachtsfest zu. Ich bin gespannt, was alles so passieren wird. Ab 01. Dezember biete ich feste Sprechzeiten an. Donnerstags von 10 Uhr bis 11 Uhr im Pfarrhaus in Wemmetsweiler und von 14 bis 15 Uhr im Pfarrhaus in Merchweiler. Herzlich Willkommen.

Ihr
Pastor Patrik Krutten

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Grußwort

Liebe Schwestern und Brüder,

ich freue mich, in dieser Ausgabe des Pfarrbriefes das Wort an Sie richten zu können. Meine feierliche Einführung im Gottesdienst ist Geschichte, dennoch möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Noch bis zum späten Abend wurde im Gasthaus „Wachdersch“ gefeiert, vielleicht können wir in Zukunft häufiger mal ein solches Begegnungsfest feiern. Ich würde mich freuen.

In unserer Kirchengemeinde ist ja einiges los. Die vielen Feste die anstehen, die vielen Gottesdienste und Sitzungen, die Erstkommunionvorbereitung, die Firmung, die Räte, die Vereine, die Kindergärten, überall ist Leben und überall findet sich so viel Engagement und Herzblut bei der Sache.

Ganz herzlich gratulieren möchte ich im Namen der Kirchengemeinde unserem Pastoralreferenten Benjamin Pauken zu seiner Beauftragung durch unseren Bischof. Herr Pauken ist der Ansprechpartner für unsere Ministranten im Dekanat und hat einen guten Draht zu den Jugendlichen. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er auch in Zukunft sein Engagement den Ministranten in Merchweiler und Wemmetsweiler entgegenbringt. Vielen Dank und alles Gute für die Zukunft.
Den Kindern und Jugendlichen, die mit der Erstkommunionvorbereitung beginnen wünsche ich viel Freude beim Kennenlernen von Jesus. Frau Viehl, den Katechetinnen und Katecheten und allen helfenden Händen viel Erfolg, viel Kraft und Gottes reichen Segen.

Uns Saarländern wird ja manchmal gerne unterstellt, wir hätten einen sehr kleinen Horizont. Uns würde gar nicht interessieren, was sich außerhalb des schönsten Bundeslandes der Welt abspielen würde. Das ist wirklich ein starkes Stück und dem möchte ich hier deutlich widersprechen. Ich erlebe in unseren Orten viele Menschen mit einem weiten Horizont, mit einem liebenden Umgang untereinander, mit guten Worten und tatsächlicher Hilfsbereitschaft.

Ein weiter Horizont ist in dieser Zeit, die nicht frei geworden ist von Schrecken und Gewalt so wichtig für unser Zusammenleben. Ein weiter Horizont ist uns Menschen automatisch mit in die Wiege gelegt. Es bedarf unserer Anstrengung, diesen im Laufe des Lebens nicht eng werden zu lassen.

Eine gute Möglichkeit innerlich weit zu bleiben ist es, auf andere Menschen zu zugehen. Sie kennen zu lernen. Ihnen freundlich gegenüber zu stehen und mit ihnen Gemeinschaft zu pflegen. Und da sind wir doch gleich beim Thema. Durch Begegnung wird unser Horizont größer. Daher ist es wichtig, dass wir uns Treffen, voneinander wissen und uns kümmern. Es ist wichtig Gottesdienst zu feiern und alle einzuladen dabei zu sein und mit zu machen. Unser Glaube ist dabei kein Hindernis. Im Gegenteil, wenn wir auf unsere Geschichte als Christen blicken, können wir sehen wie Gott den Horizont der Menschen erweitert will. Immer wieder greift er ein, ermahnt zum respektvollen Umgang miteinander und weist in Jesus Christus über den menschlichen Horizont hinaus. Christlicher Glaube soll uns frei machen von der Angst im Leben zu kurz zu kommen. Er soll uns sensibel machen für die Nöte der Mitmenschen, egal woher sie kommen oder was sie glauben.

Gerade in einer Zeit, in der wir eine Eskalation von Hass und Gewalt beobachten müssen, ist es unsere Aufgabe für Frieden und Verständigung zu beten, ist es wichtig, ein Licht als Christen für diese Welt zu sein. Und wie immer gilt, fangen wir im Kleinen an, bei uns selbst.

Lasset uns beten:

Herr mache mich zum Werkzeug deines Friedens (nach Franz von Assisi)

Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens.
Wo Hass herrscht, lass mich Liebe entfachen.
Wo Beleidigung herrscht, lass mich Vergebung entfachen.
Wo Zerstrittenheit herrscht, lass mich Einigkeit entfachen.
Wo Irrtum herrscht, lass mich Wahrheit entfachen.
Wo Zweifel herrscht, lass mich Glauben entfachen.
Wo Verzweiflung herrscht, lass mich Hoffnung entfachen.
Wo Finsternis herrscht, lass mich Dein Licht entfachen.
Wo Kummer herrscht, lass mich Freude entfachen.
O Herr, lass mich trachten:
nicht nur, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste,
nicht nur, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe,
nicht nur, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe,
denn wer gibt, der empfängt,
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
Amen.

Ihr Pastor
Patrik Krutten

Ein Gebet

Vivat Jesus! (Es lebe Jesus!)

Hl. Franz von Sales
Das kürzeste salesianische Herzensgebet

 

Ein Zitat

Gott ist so groß, dass es wohl wert ist, ihn ein Leben land zu suchen.

Hl. Teresa von Avila

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  • In einem Beileidstelegramm an die Katholiken auf Kuba hat Papst Franziskus seine Trauer für die Opfer der Brandkatastrophe geäußert. Das Schreiben ist von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnet. Alles lesen  

... & aus der Bibel

Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt.

Joh 3,34