Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Joh 15,12

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Karfreitagsgang – Ein Zeichen des Glaubens

Schweigemarsch und Andacht in der Kapelle am Rosengarten

An Karfreitag, dem 3. April 2026, möchten wir – wie schon in früheren Jahren – in besonderer Weise dem Leiden und Sterben Jesu Christi gedenken.

Beginnen werden wir um 15 Uhr mit der Karfreitagsliturgie in der Pfarrkirche Merchweiler. Nach dem Gottesdienst (gegen 16:15 Uhr) machen wir uns auf den Weg und tragen das Kreuz von Merchweiler bis zur Kapelle am Rosengarten in Wemmetsweiler. Unterwegs werden wir schweigen und im Stillen beten. In Wemmetsweiler angekommen, werden wir um ca. 17:30 Uhr an der Andacht in der Kapelle teilnehmen. Dort werden wir auch das Kreuz ablegen, das wir als Symbol unserer Nachfolge Jesu mit uns getragen haben.

Der Weg ist ungefähr 3 km lang und dauert etwa 1 Stunde. Es ist eine gute Gelegenheit, in dieser hektischen Zeit zur Ruhe zu kommen und unseren Glauben zu bekennen.

Nach der Andacht werden wir uns in Fahrgemeinschaften nach Hause begeben. Wir sorgen dafür, dass niemand zurückbleibt.

Herzliche Einladung an alle, mit uns zu gehen, zu schweigen und zu beten, oder auch ein Stück weit das Kreuz zu tragen.

Für den Pfarrgemeinderat
Gaby Raber, Schriftführerin

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Fastenaktion zum Mitmachen

In der Fastenzeit bereiten wir uns auf Ostern vor.
Viele Menschen denken in dieser Zeit
über ihre Gewohnheiten nach:
Was tut mir gut? Was brauche ich?
Was brauche ich nicht? Was kann weg?

Vielleicht wollen Sie in der Fastenzeit auch etwas in Ihrem Leben verändern. Etwas weglassen? Oder mit kleinen Veränderungen die Welt ein bisschen besser machen? Dann machen Sie doch mit bei unserer diesjährigen Fastenaktion.

In diesem Jahr möchten wir wieder die Tafel in Illingen unterstützen.

Die Tafeln benötigen neben Lebensmitteln auch immer wieder Geldspenden, um die steigenden Kosten zu decken.

Wir stellen während der gesamten Fastenzeit in beiden Pfarrkirchen Spendenboxen auf. Ihre Spende können Sie aber auch im Pfarrbüro in Wemmetsweiler oder in Merchweiler abgeben.

Nach Ostern geben wir die Spenden aus der Fastenaktion an die Tafel.

Herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Fastenzeit.

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Es ist ein Ros entsprungen …

Gedanken zu einem der schönsten Weihnachtslieder

Unzweifelhaft gehört das Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ zu den schönsten und eindrucksvollsten Weihnachtsliedern, die wir kennen. Schon fast ein halbes Jahrtausend erfreut dieses Werk die Herzen der Menschen. Es ist ein lyrisches Gedicht, in eine einfache, aber sehr einprägsame Melodie gesetzt. Eine weihnachtliche Erinnerung voller Dankbarkeit und Freude. Der Text des ursprünglich zweistrophigen Liedes geht zurück auf einen Mainzer Dichter um 1587/88. Die Melodie wurde erstmals in einem Speyrer Gesangbuch von 1599 entdeckt. Der protestantische Komponist Michael Prätorius schuf 1609 neben dem Text der zweiten Strophe einen weit verbreiteten vierstimmigen Chorsatz.

1. Strophe: „Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart, wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art und hat ein Blümlein bracht mitten im kalten Winter wohl zu der halben Nacht.“

Ein Schlüssel, den Text richtig zu verstehen, liegt in dem Satz: „wie uns die Alten sungen“. Auf eine alte Tradition wird hier verwiesen, auf jene des Propheten Jesaja, der bereits den Heiland ankündigte: „Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen.“ (Jes 11,1-9). Ein alter Baumstumpf, den man schon lange tot glaubte, treibt also wieder aus; der neue Trieb, ein Reis bringt eine Rose hervor. Diese alte Wurzel wird „Jesse“ genannt. Das ist das lateinisch mittelalterliche Wort für „Isai“, so hieß der Vater von König David. Der erwartete Retter steht also in der Tradition des Königs David. Mit der Rose war ursprünglich Maria gemeint, die „rosa mystica“, die spätere „Rosen-Kranz-Königin“. Die Rose spielt in der spirituellen und religiösen Symbolik eine große Rolle, so wie die Lotosblume im Osten. Sie steht für himmlische Vollkommenheit. Der Hinweis „mitten im kalten Winter wohl zu der halben Nacht“ symbolisiert die Wintersonnenwende. Jesus ist dieses Licht, das die Nacht, die Angst vertreibt und die Menschen wieder nach vorne in den Frühling, in die Hoffnung schauen lässt.

2. Strophe: „Das Röslein, das ich meine, davon Jesaja sagt, ist Maria, die Reine, die uns das Blümlein bracht. Aus Gottes ewgem Rat hat sie ein Kind geboren und blieb doch reine Magd.“

Der Beginn der zweiten Strophe weist darauf hin, dass mit diesem „Blümlein“ Jesus gemeint ist. Der Rosenzweig, das ist Maria. Obwohl sie die Botschaft des Engels vom Kopf her nicht begreift und nicht weiß, wie ihr geschieht, sagt sie Ja zu Gottes Plan. Als „reine Magd“ verdeutlicht sie uns in jenem prophetischen Bild der „Jungfrauengeburt“ (Jes 7,14) „das Herkommen Jesu aus dem Geheimnis Gottes“, so der Theologe Josef Ratzinger. Der eigentliche Kern dieser geheimnisvollen Botschaft ist also kein biologisches Ereignis, sondern eine zentrale Glaubensaussage. Jesus wird „aus Gottes ewgem Rat“ zu unserem Retter. Zur Zeit der Reformation ersetzte man in der Schlusspassage der zweiten Strophe die Formulierung „und blieb doch reine Magd“ mit: „welches uns selig macht“.

3. Strophe: „Das Blümelein so kleine, das duftet uns so süß; mit seinem hellen Scheine vertreibt’s die Finsternis, wahr‘ Mensch und wahrer Gott, hilft uns aus allem Leide, rettet von Sünd und Tod.“

Die dritte Strophe stammt von dem protestantischen Pfarrer Friedrich Layriz, sie trifft die wesentlichen Aussagen über dieses „Blümlein Jesus“. Eine sehr starke Metapher soll dabei helfen, nämlich der Duft. Die „Süße“ ist der Inbegriff für Sehnsucht, Frieden und Glück. Die Formulierung „mit seinem hellen Scheine vertreibt‘s die Finsternis" erinnert an ein weiteres Wort des Propheten Jesaja, nämlich: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“ (Jes 9,1). Dieser Jesus, im Hebräischen „Jeschua“ genannt, was „Gott hilft“ bedeutet, ist die ersehnte Hilfe für alle Menschen in ihren Sorgen und Leiden. Das wird noch einmal bestärkt in der Aussage: „wahr‘ Mensch und wahrer Gott“.

Man könnte über dieses Lied von der wunderbaren Rose noch so viel sagen, aber man sollte sich vorher vergewissern, was der kanadische Publizist Willy Meurer einmal über diese Blume gesagt hat: „Im Zeitalter der Wortinflation ist es trotzdem immer noch unmöglich, den Duft einer Rose in Worte zu kleiden.“ Dem Dichter Rainer Maria Rilke war ebenfalls eines gewiss: „Es gibt Augenblicke, in denen eine Rose wichtiger ist als ein Stück Brot.“ Sie spricht nach Ralph Emerson, einem amerikanischen Philosophen, „die Sprache der ganzen Welt“.

Text: Stanislaus Klemm, Dipl. Psychologe und Theologe, In: Pfarrbriefservice.de

Foto: Tobi Berger auf Pixabay

Herbergssuche und Stallgeburt
Haben wir noch das Gespür dafür, wie Jesus geboren ist, wie Gott Mensch wurde? In der entlegensten römischen Provinz als Eltern zwei Menschen, denen trotz der bevorstehenden Geburt ein Zimmer verwehrt wird, in einem Tierstall, nackt auf dem nackten Boden liegend, Warum? Papst Franziskus hat es so gedeutet: „Betrachten wir die Demut des Sohnes Gottes, der in Armut zur Welt kam. Ahmen wir ihn nach, verbinden wir uns mit den Schwächsten.“ Gott wird in Armut Mensch, weil er an die Liebe der Menschen glaubt.

Öffnungszeiten der Pfarrbüros

 Grundsätzlich gelten folgende Öffnungszeiten des Pfarrbüros.
Bitte beachten Sie auch kurzfristige Ausnahmen,
die im aktuellen Pfarrbrief veröffentlich sind.

 

Wemmetsweiler   Merchweiler
  Montag 10.00 - 13.30 Uhr
8.00 - 13.30 Uhr Dienstag  
  Mittwoch 10.00 - 13.30 Uhr 
8.00 - 13.30 Uhr Donnerstag  
  Freitag  08.00 - 12.00 Uhr

 

Die aktuellen Öffnungszeiten des Pfarrbüros inklusive Ausnahmeregelungen
können Sie jederzeit dem gültigen Pfarrbrief entnehmen.

 

Ein Gebet

Allmächtiger Gott,
ordne mein Leben so,
wie es dir zur Ehre
und mir zum Heil sein kann.
Gib mir dazu, o Herr,
ein starkes Herz, ein freies Herz,
ein wachsames Herz.

Hl. Thomas von Aquin

Ein Zitat

Die ganze Schöpfung ruft aus: Gott hat uns erschaffen. Fragend schaute ich aufmerksam hin, und die Antwort war ihre Schönheit.

Hl. Augustinus

Neuigkeiten aus der Weltkirche ...

News aus dem Vatikan - alle Nachrichten aus der Kirche
  • Die ökologische Krise der Gegenwart lässt sich nicht allein mit Daten und Algorithmen lösen. Mit dieser Botschaft wandte sich Papst Leo XIV. an die Teilnehmer des XVII. Internationalen Forums der Umweltorganisation Greenaccord, das derzeit in Treviso unter dem Motto „Building Future Together“ stattfindet. Alles lesen  

... & aus der Bibel

Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten.

Apg 2,42