Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Joh 15,12

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St. Martin – jedes Kind kennt ihn!

Geschrieben von Pastor Karl-Josef Bings am .

Aber können wir Erwachsene mit ihm noch was anfangen?

„Das ist der, der den Mantel teilte“, sagen Sie und fragen sich vielleicht, warum er ihn nur teilte. Dass er Bischof von Tours war, wissen dann schon weniger zu berichten. Außerdem ist er der erste Heilige, der kein Märtyrer war, und schon zu Lebzeiten verehrte das Volk ihn „wie die Märtyrer“ und sah in ihm den „Alter-Christus“, einen wie Christus. Einer mit Migrantenhintergrund, würde man heute sagen, aus einer „Gastarbeiterfamilie“, stammend, wie viele andere seiner Zeit im römischen Reich. Absolvent der römischen Militärakademie wie West-Point in den USA, daher ähnliche Karriereaussichten wie ein Präsident Eisenhower oder ein McArthur in den USA. Mit einem religiösen Hintergrund, dem eines Obama nicht unähnlich.

Die berühmte Szene am Stadttor von Amiens kennt jedes Kind. Was einen Martin so handeln ließ, macht ihn höchst aktuell auch für uns Heutige. Dass er die Not sah, wahrnahm, und nicht einfach seiner Wege ging oder ritt, das ist bemerkenswert. Das da am Wegesrand macht ihn betroffen, geht ihm zu Herzen. Dass er gibt, was er kann, ist für ihn selbstverständlich; aber wichtiger als das Teilen ist das Sehen, das Erkennen – und nicht Wegrennen, sondern Handeln. Verantwortung sehen und Verantwortung wahrnehmen, das hat Martin vorgelebt. Christsein heißt nicht zuerst: Teilen-Müssen! Christsein praktisch leben heißt, sehen können, wahrnehmen können, mit offenen Augen durch den Alltag gehen. Nicht jeder Bettler ist Christus! Aber wir können sicher sein, dass Christus auf der Seite derer steht, die Not leiden, dass ER erwartet, dass wir nicht einfach weggehen.

Die Achtsamkeit, auch in kleinen Dingen, und sich nicht aus der Verantwortung rausreden, ist das Eine. Ein Zweites, was ihn höchst aktuell auch für uns Heutige macht, ist seine Einstellung zum Evangelium. Nicht was man so dachte und machte, war für ihn maßgeblich und erstrebenswert. Die Botschaft Jesu Christi zu verstehen und was er verstanden hatte zu leben, das war sein Streben, sein Weg, Sein Glück.

„Christus will ich erkennen und die Macht seiner Liebe alle Welt erfahren lassen!“

Nächstenliebe, Achtung vor Gott und aller Kreatur, Gerechtigkeit waren für ihn nicht Sonntagsreden und Schlagworte für eine aktuelle Wertediskussion, sondern Grund-Sätze seines Denkens und Lebens. "Christen sind weder weltfremd noch leben sie in einer anderen Welt. So sie das Evangelium zu leben versuchen, verändern sie die Welt und gestalten sie menschenfreundlicher. „In einer fremden, kalten Welt wird ein Stück Reich Gottes spürbar: Himmel!“ so Friedrich von Weizsäcker.

Dazu will uns Martins Beispiel bewegen, heute. Ein alter Hut? Ich meine: Nein!

Ihr Pastor

Ein Gebet

Du musst nicht über Meere reisen,
musst keine Wolken durchstoßen
und musst nicht die Alpen überqueren.
Der Weg, der dir gezeigt wird, ist nicht weit.
Du musst deinem Gott nur
bis zu dir selbst entgegengehen.

Hl. Bernhard von Clairvaux

Ein Zitat

Lass nicht zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.

Sel. Mutter Teresa
Teresia (Agnes) Gonxhe Bojaxhiu

Neuigkeiten aus der Weltkirche ...

Vatican News - News aus dem Vatikan - alle Nachrichten aus der Kirche
  • Der „Ukrainische Rat der Kirchen und religiösen Organisationen“ hat an alle Kirchen und Religionen weltweit appelliert, anlässlich des ukrainischen Unabhängigkeitstages (24. August) für den Frieden zu beten. Man bitte darum, an diesem Tag oder im Umfeld dieses Tages gemäß der jeweiligen religiösen Tradition die Gläubigen über die Bedeutung der spirituellen Solidarität mit den Leidenden aufzuklären und ein besonderes Gebet für die Ukraine und das ukrainische Volk zu sprechen. Alles lesen  

... & aus der Bibel

Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;

Joh 14,6