Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Joh 15,12

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Grußwort im Februar

„Hänsel und Gretl verirrten sich im Wald. Es war so finster und auch so bitterkalt. Sie kamen an ein Häuschen von Pfefferkuchen fein, wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein.“

Liebe Schwestern und Brüder,

diese Liedzeile, angelehnt an das berühmte Kindermärchen „Hänsel und Gretl“, kam mir beim Nachdenken über mein aktuelles Grußwort in den Sinn. Denn es soll um das Thema Richtung gehen, welches wir im Gebetsschatzgottesdienst an Lichtmess besonders betrachten wollen. Und ich fragte mich, welche bekannte literarische Gestalt steht wohl stellvertretend für jemanden, der die Richtung und die Orientierung verloren hat. Und so kam mir die Liedzeile in den Sinn. Nicht ganz freiwillig haben sich Hänsel und Gretl verlaufen, im Gegenteil, ihnen wurde die Orientierungslosigkeit geradezu aufgezwungen. Ohne Orientierung verlassen sie den Boden der bekannten Realität und treffen auf ein Zauberwesen, welches für sie nichts Gutes im Sinn hat.

Ich glaube, so ist es auch im Glaubensleben von uns Christen. So lange wir unsere Richtung kennen, so lange wir wissen, wohin der Weg uns führen soll ist alles in Ordnung. Aber wehe wir verlieren die Richtung oder gar die Orientierung. Dann sind auch wir in der Gefahr, den Boden der Realität unter den Füssen zu verlieren, dann sind wir in der Gefahr auf Zauberwesen zu treffen, die nichts Gutes im Sinn für uns haben.

Orientierung im Glauben ist wichtig. Doch was bedeutet Orientierung. Wörtlich gesehen bedeutet es Ostung. Der betende Christ hat von alters her, beim Gebet nach Osten geblickt. Nicht um die Sonne zu verehren, das wäre heidnisch, sondern um in die Richtung zu blicken, in die alle Christen schauen, weil sie von dort die Wiederkunft des Herrn erwarten. Und so der Volksglaube, wenn er aus dem Osten wiederkommt, wird er jetzt wohl auch dort sein. Alle gemeinsam richteten sich also nach Osten im Gebet aus. Es geht um Hinwendung zu Gott, sich aufmachen um ein oder mehrmals am Tag bewusst nach Osten zu blicken und die Gebete zu verrichten. Für mich klingt das sehr interessant. Nach Osten blicken um von dort die Wiederkunft des Herrn zu erwarten, scheint mir auch zu tiefst sinnvoll. Und das ist keine Sache, mit der ich alleine dastehe, wie mit so manch einer Gottesbegegnung, bei einem meiner Spaziergänge allein im Wald. Wenn alle beim Gebet nach Osten blicken, dann bin ich plötzlich Teil einer Gemeinschaft, die Gott nicht nur im Innern sucht, sondern durch die Gebetshaltung und das Aufmachen auch dem weltlichen Raum gebührende Achtung und Respekt entgegenbringt.

Viele Kirchen wurden im Laufe der Jahrhunderte gebaut und wo es möglich war, hat man diese auch nach Osten ausgerichtet. Leider ist diese gute Tradition mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Viele Menschen wissen ad hoc gar nicht mehr wo Osten überhaupt liegt. Christus in meinem Inneren ist gut, aber ich glaube auch, dass es gut ist, die Welt nicht zu vergessen, Gott nicht nur zu einem inneren Phänomen zu machen, sondern durch unsere Gebetshaltung zu Zeuginnen und Zeugen eines in der Welt anwesenden Gottes zu werden. Ja damit zu bezeugen, dass wir in einer Welt leben, die nach seinem Willen geschaffen worden ist. Und dass dieser Schöpfungsakt uns dazu verpflichtet, gut mit uns und unseren Mitmenschen umzugehen und die Schöpfung nicht mit Füssen zu treten, sondern sie wertschätzend aus der Hand des Schöpfers als Erbe anzunehmen, das es zu bewahren gilt. Richtungsweisend nenne ich das.

Ihr
Patrik Krutten
Pastor

 

 

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Grußwort im Januar

Liebe Schwestern und Brüder,

immer wieder hören wir, dass wir dankbar sein sollen. Dankbar für unser gutes Leben, dankbar für all das Gute was uns im Leben widerfahren ist. Dankbarkeit ist etwas schönes. Es heißt, dass Dankbarkeit das gesamte Leben des Christen präge. Martin Luther nannte Dankbarkeit „Die wesentliche christliche Haltung“. Dankbarkeit ist „Das Herz des Evangeliums“. Da wir Christen an einen Schöpfergott glauben, ist es aus unserer Sicht legitim, dem Schöpfer gegenüber dankbar zu sein. Dankbar dafür, dass Gott der selbstlose Geber alles Guten ist. Dankbarkeit ist im Christentum die absolute Anerkennung von Gottes Großmut, die den Christen dazu führt, eigenes Wollen und Tun, sein Leben und Handeln nach diesen Idealen auszurichten. Christliche Dankbarkeit ist nicht einfach nur ein sentimentales Gefühl, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung, eine Lebensaufgabe, eine Tugend, die auch zu Taten führt. Nach Jonathan Edwards’ Treatise Concerning Religious Affections gehören Liebe und Dankbarkeit gegenüber Gott zu den Anzeichen wahrer Religiosität. Samuel und Lester (1985) fanden bei einer kleinen Versuchsgruppe katholischer Nonnen und Priester, dass – unter 50 möglichen Gefühlen – Liebe und Dankbarkeit die häufigsten Gefühle gegenüber Gott waren.

Auch wir sind in diesen Tagen vom Gefühl der Dankbarkeit angetrieben, diesem auch Ausdruck zu verleihen. Dankbar bin ich persönlich, für all das Schöne, was besonders im letzten Jahr passiert ist. Ich möchte an dieser Stelle nicht die Highlights des letzten Jahres nochmals benennen. Das würde auch den Rahmen sprengen. Aber ich möchte Sie einladen, bewusst nochmal an das letzte Jahr zu denken und eine eigene Hitliste der Dankbarkeit zu erstellen. Was waren die 10 Top-Ereignisse, die Sie dankbar haben werden lassen?

So eine Zeit der Dankbarkeit tut einfach gut.

Mit diesem Gefühl wollen wir in das neue Jahr starten. Nicht Sorge, nicht Angst, nicht Pessimismus sollen unser positives Bild vom Neuen beschatten, sondern Hoffnung und Freude auf die vielen Ereignisse die uns hinterher Danke sagen lassen.
Am 31.12.2019 haben wir im Jahresschlußgottesdienst in besonderer Weise Gelegenheit gehabt, Danke zu sagen. Nach 20jährigem treuen Küsterdienst, wurde die langjährige Küsterin Frau Bärbel Ost, durch die neue Küsterin Frau Sabine Hassel abgelöst. Dankbar dürfen wir dafür sein, dass sich jemand bereit erklärt hat, diese verantwortungsvolle Tätigkeit zu übernehmen und dankbar dürfen wir sein, für alles Gute, was Bärbel Ost in den vergangenen zwei Jahrzehnten für die Gemeinschaft gewirkt hat. Danke!

Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen von Herzen viele Erlebnisse, die sie dankbar sein lassen.

Ihr
Patrik Krutten
Pastor

 

 

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Frauenmesse

Herzliche Einladung zu unserer nächsten Frauenmesse
am 06. Dezember 2019
um 7.30 Uhr, Hl. Rosenkranzkönigin
die wir als Roratemesse feiern.

Auch zum anschließenden Frühstück im Jugendheim sind
Sie herzlich eingeladen.

Katholische Frauengemeinschaft Merchweiler

Bild: Martin Manigatterer - In: Pfarrbriefservice.de

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Ankündigungen der Merchweiler Messdiener

Am 07.12.2019 findet zum ersten Mal der von der Kirchengemeinde organisierte Adventstreff statt. Los geht es mit der heiligen Messe um 17.00 Uhr. Danach findet eine Lichterprozession zum Innenhof des Kindergartens statt, wo das Merchweiler Friedenslicht entzündet wird und auch verschiedene Verkaufsstände von Vereinen aufgebaut sind.

Wir die Messdiener Merchweiler, beteiligen uns auch mit einem Stand. Wir bieten Schokofrüchte, Crêpes, Kakao, Kakao mit Schuss an und für die Kinder wird eine Bastelecke eingerichtet.

Fast zwei Wochen später am 18.12.2019 wird das Adventsfenster von uns geöffnet. Beginn des Fensters wird erst um 19 Uhr nach der mittwochs Abend Messe vor der Kath. Kirche in Merchweiler sein.

Wir würden uns freuen, wenn Sie, groß wie klein, uns an den beiden Veranstaltungen besuchen.

Für die Messdiener Merchweiler
Frederik Blaser

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Grußwort im Dezember

Liebe Schwestern und Brüder,

ein Blick aus dem Fenster verrät, es ist Herbst. Manchmal nass und windig, manchmal kalt und glitschig und manchmal herrlich sonnig. Es ist Herbst. Im Buch Deuteronomium lesen wir: „dann gebe ich eurem Land seinen Regen zur rechten Zeit, den Regen im Herbst und den Regen im Frühjahr, und du kannst Korn, Most und Öl ernten;“ Dtn 11, 14. Im Herbst erhofft das Land den Regen als Geschenk Gottes um getränkt durch das Wasser, im neuen Jahr die gesegnete Ernte hervor zu bringen. Der Herbst darf auch bildlich für die sogenannte zweite Lebenshälfte gesehen werden, eben dann, wenn die erste Ernte schon eingefahren ist und man sich der eigenen Sterblichkeit bewusst werden sollte. Es gilt dann, dass eigene Grundstück der Seele sorgsam zu beobachten und zu pflegen und auch auf lebensspendendes Wasser aus der Höhe zu hoffen. Und Gott verwehrt niemanden diese Gnade, der auch nur von Herzen genug darum bittet. Bittet, dann wird euch gegeben, klopft an und euch wird geöffnet. Gott ist da, er rettet. Doch so wie der Regen auf die ganze Welt fällt, auf Wälder und Wiesen, auf Felder und Gärten, so ergießt sich Gottes Gnade über einen jeden von uns. Aber für die Bestellung unseres Feldes und die Pflege unseres Gartens sind wir verantwortlich. Es kann noch so schön regnen, wenn der Garten verwildert ist, wird er keine reiche Frucht bringen. Er bringt Dornen und Disteln hervor.

Nutzen wir also die Zeit des Advents und kümmern uns um unseren seelischen Garten, schauen genau hin, wo es notwendig wäre etwas zu verändern, damit wir bereit sind für das große Geschenk der Weihnacht, das Kommen unseres Herrn Jesus Christus in diese Welt.

Ich wünsche Ihnen viel Ruhe und einen ruhigen Advent, nicht abgeschottet, aber bewusst, Gott möge sie segnen.

Ihr
Patrik Krutten
Pastor

 

 

Öffnungszeiten der Pfarrbüros

Wemmetsweiler   Merchweiler
  Montag 8:30 - 14:00 h
  Dienstag 8:30 - 14:00 h
14:00 - 16:00 h Mittwoch  
8:30 - 11:00 h Donnerstag 14:00 - 16:00 h
  Freitag 8:30 - 11:00 h

Ein Gebet

Lass blind mich, Herr, die Wege gehn,
die deine sind.
Will deine Führung nicht verstehn,
bin ja dein Kind.
Bist, Vater der Weisheit, auch Vater mir.
Führst durch Nacht mich auch,
führst du doch zu dir.

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Ein Zitat

Gott ist so groß, dass es wohl wert ist, ihn ein Leben land zu suchen.

Hl. Teresa von Avila

Neuigkeiten aus dem Bistum Trier ...

... & aus der Bibel

Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Joh 10,10b