Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Joh 15,12

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Ich trage dich wie eine Wunde auf meiner Stirn … (Gottfried Benn)

Geschrieben von Pastor Karl-Josef Bings am .

AschenkreuzAls Arzt, Pathologe und Gerichtsmediziner hatte Gottfried Benn es täglich vor Augen: dass der Mensch endlich ist! Dass der Leib stirbt und vergeht. Und das Leben, die Lebendigkeit, das Schaffen und Machen, der „Geist“, die „Seele“?

„Mensch, gedenke, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst.“ wird uns an Aschermittwoch auf den Kopf zugesagt. Das Wissen um den Tod ist unser Kreuz. Wie ein Zeichen, wie ein Kainsmal auf der Stirn prägen der Tod und das Sterbenmüssen unser Leben: „Wie eine Wunde, die nicht verheilt, sondern juckt, ja schmerzt trag ich dich auf meiner Stirn!“

Bei der Taufe wurden wir zum ersten Mal mit dem Kreuzzeichen, dem Zeichen Christi, des Todesüberwinders, bezeichnet. Wieder und wieder segnen Eltern ihre Kinder mit dem Kreuz-Zeichen auf der Stirn; das Kreuz als Segenszeichen ist bitte um den Segen des Auferstandenen, der das Kreuz überwunden und den Tod besiegt hat.

Das Kreuz-zeichen weist uns aus als zum Herrn gehörende. Ausgezeichnete des Herrn sind wir, des Lebens, wenn wir uns unter dieses Zeichen stellen.

 

Eben nicht der Tod hat das Sagen und prägt unser Leben, sondern ER, Christus, der Herr und Sein Wort, sollen bestimmend sein und uns und unser Leben prägen. An diese grundlegende Bestimmung - von Christus und Seinem Leben gezeichnet zu sein - will das AschenKreuz, dieses deutliche Zeichen für meine Endlichkeit mich erinnern: Nicht eigene Leistung und Stärke zeichnen mich aus, sondern Christus; nicht ich und mein Können schaffen mir Erlösung aus der Todesverfallenheit, sondern Christus schenkt mir durch Sein Kreuz und Auferstehen Auferstehung und Neues Leben!

Dass ‚“ich es trage wie eine Wunde auf meiner Stirn“, die brennt und schmerzt und mir so signalisiert: „Da ist was verletzt, verwundet, nicht heil und ganz in Ordnung“, das wünsche ich mir und Ihnen für die Fastenzeit. Dass wir hinsehen auf unser Tun und Lassen und uns durch das KreuzZeichen in Frage stellen lassen. Denn: dass Christi Wort und Beispiel prägend sind für mein Leben; dass Christus sich aus-präge in meinem Alltag, dass ER bestimmend sei im Denken, Reden und Tun, das ist schnell und leicht daher gesagt! Wenn ich jedoch hinschaue und bedenke, wer und vor allem was alles bestimmend und anleitende ist …

Dann kommt mir die Fastenzeit als Vorbereitungszeit genau recht als Zeit der Besinnung auf die Tauf-Auszeichnung zu Christus zu gehören und zur Erneuerung des Taufversprechens, mit IHM zu gehen: „Wie eine juckende, heilende Wunde …“

75 Jugendliche werden am 3. Fastensonntag vor Weihbischof Robert Brahm treten und um die Firmung bitten. Nach stillem Gebet von uns allen wird der Bischof den Jugendlichen die Hand auflegen und ihnen mit Chrisam das Kreuz auf die Stirn zeichnen. Diese jungen Menschen bitten für sich und ihren Weg um die Gabe Gottes, den Heiligen Geist. Dass sie ihren Weg finden und gehen können, gestärkt durch Gottes Gabe, darum geht es. Nicht Leistung, Glaubensstärke und exzellenter Lebensstil werden ausgezeichnet! Gott gibt – und das ist ausgezeichnet – den heiligen Geist, den Beistand, den Geist Jesu, dass es geht, das Leben.

„Ich trage dich wie eine Wunde auf meiner Stirn…“. Wer sich als vom Herrn Gezeichneter weiß und sich immer wieder neu unter das Zeichen des Erlösers stellt, hat – wie Gottfried Benn – gut lachen, bzw. kann lächeln.
Vielleicht auch über sich selbst.

Das wünsche ich Ihnen und mir,
jetzt in den Fastenachtstagen und dann unter dem Zeichen des Kreuzes.

Ihr Pastor Karl-Josef Bings

Ein Gebet

Ich möchte
Speise werden, um die Hungrigen zu sättigen,
Kleidung, um den Nackten zu bedecken,
Trank, um die Durstigen zu erfrischen,
Arznei, um den Magen der Schwachen zu stärken,
ein weiches Bett, damit sich die Müden ausruhen,
Heilmittel und Fürsorge, um die Leiden der Kranken, der Lahmen, der Verstümmelten, der Tauben, der Stummen usw. zu lindern,
Licht, um die geistlich und leiblich Erblindeten zu erleuchten.

Hl. Vinzenz Pallotti

Ein Zitat

Wenn du nicht beten kannst, versteck dich hinter deinem Schutzengel und beauftrage ihn, an deiner Stelle zu beten.

Hl. Pfarrer von Ars - Jean-Marie Vianney

 

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  • Seit 100 Jahren hat die Caritas in Neuwied ein Ohr für Menschen in Not. Bischof Ackermann und Weihbischof Gebert gratulierten zu diesem Ereignis.

... & aus der Bibel

Die Gnade Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

2Kor 13,13